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Verstärkung im EBZ-Team

Nachdem Udo Hagemeier in Rente gegangen ist, hat der Kreissynodalvorstand des Ev. Kirchenkreises Olaf Thane als Hagemeiers Nachfolger im Evangelischen Beratungszentrum (EBZ) eingestellt. Olaf Thane gehört seit dem 1. August zum EBZ-Team.

Olaf Thane ist Dipl. Sozialarbeiter und Systemischer Therapeut und Berater (SG). „Ich wollte gerne im Team einer Beratungsstelle arbeiten“, erzählt Thane, der sich schon vor einiger Zeit initiativ beim Kirchenkreis beworben hatte. Nach seinem Studium der Sozialarbeit, dass er in Essen absolvierte, hat Olaf Thane viele Jahre bei der Diakonie in Mülheim gearbeitet. „Meine Beratungstätigkeit dort war eher aufsuchend und nicht an ein Beratungszentrum wie hier in Ennepetal gebunden“, erzählt Thane.

Bevor Thane am 1. August seine neue Stelle im EBZ angetreten hat, war der 44jährige noch in Essen beschäftigt.

„Ich habe große Lust auf die Arbeit hier“, sagt Olaf Thane. „Und das Team macht es mir leicht, hier anzukommen. Ich bin wirklich gut aufgenommen worden.“

Olaf Thane hat sich wieder bewusst für einen kirchlichen Träger entschieden: „Ich habe bisher wirklich gute Erfahrungen mit kirchlichen Trägern gemacht. Zudem leistet das EBZ hier eine gute Arbeit.“

Seinen Lebensmittelpunkt hat der gebürtige Hamburger mit seiner Frau und seinen zwei Kindern seit vielen Jahren in Hattingen gefunden.

Neue Leitung im EBZ

Dr. Sally Ischebeck leitet seit dem 1. Juli das Evangelische Beratungszentrum (EBZ) des Ev. Kirchenkreises Schwelm in der Birkenstraße in Ennepetal.

Seit September 2019 arbeitet die promovierte Psychologin im EBZ. „Ich habe als Elternzeitvertretung angefangen. Die Stelle war bis März 2021 befristet“, erzählt die neue Leiterin der Einrichtung. Im Laufe der Zeit sei die Überlegung gereift, ob sie sich nicht auf die vakante Leitungsstelle bewerben will, erinnert sich Dr. Ischebeck. „Und weil mich vor allem die Vielseitigkeit der Stelle reizte, habe ich mich dann beworben.“

Langjährige wissenschaftliche Erfahrung

Nach dem Abitur hat die gebürtige Wuppertalerin Psychologie studiert. Schon während des Studiums an der Bergischen Universität Wuppertal hat sie als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Sozialpsychologie gearbeitet. Nach dem Studium wurde sie dort wissenschaftliche Mitarbeiterin. „Von 2014 bis 2018 habe ich zum Thema Selbstregulation promoviert“, erzählt Sally Ischebeck. Parallel zur Promotion und zu ihrer Vollzeitstelle an der Uni hat sie erfolgreich noch eine Weiterbildung zur systemischen Familientherapeutin absolviert. „Die praktische (Beratungs-)Arbeit war mir neben der wissenschaftlichen Arbeit und der Forschung immer wichtig“, erklärt Sally Ischebeck. „Als Leiterin des EBZ profitiere ich von meiner wissenschaftlichen Erfahrung, wenn es z.B. darum geht, Arbeitsprozesse zu koordinieren und Konzepte zu entwerfen.“ Im strukturellen Arbeiten sieht dann auch Dr. Ischebeck eine ihrer Stärken. „Als Leitung im EBZ kann ich beides tun, strukturell und praxisnah arbeiten.“ Außerdem sei das EBZ für das Team ein Ort, an dem man gerne arbeitet. „Familienfreundlichkeit sowohl für das Team als auch für die Klienten und eine gute Arbeitsatmosphäre zeichnen das EBZ aus.“

Dass Dr. Sally Ischebeck mit ihren 32 Jahren schon einen großen Erfahrungsschatz mitbringt, dass sie mit großer Ruhe und Gelassenheit souverän ihre Arbeit macht und vom Team anerkannt ist, hat dann auch den Kreissynodalvorstand des Ev. Kirchenkreises Schwelm überzeugt, der im Frühjahr die Einstellung der Psychologin als Leiterin des EBZ beschlossen hat.

Ideen für die Zukunft entwickeln

„Meine familiären Wurzeln liegen in Ennepetal. Mein Großvater hat mir immer erzählt, dass unsere Vorfahren hierher stammen. Ich hätte aber nie gedacht, dass ich einmal beruflich in Ennepetal „landen“ würde. So schließt sich der Kreis für mich.“

Jetzt ist Dr. Sally Ischebeck dabei, sich in ihr neues Arbeitsfeld einzuarbeiten. „Durch die Corona-Pandemie muss die Beratungsarbeit ständig angepasst werden, um einerseits Mitarbeitende und Klienten zu schützen und ihnen gleichzeitig mit unserem Angebot durch diese veränderungsreiche Zeit zu helfen. Neben dem akuten Krisenmanagement müssen neue Strukturen geschaffen und Ideen entwickelt werden. „Schließlich soll das EBZ auch in Zukunft ein Ort sein, an dem sich die gesellschaftliche Vielfalt unserer Region widerspiegelt. Bei uns sind Menschen unabhängig von Geschlecht, kultureller und sozialer Herkunft, Alter, Religion bzw. Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität mit ihren Anliegen willkommen. Ich denke, dass wir da als Team auf einem guten Weg sind.“

Time to say „goodbye“

Am 1. Oktober 1987 nahm Udo Hagemeier in der damaligen Beratungsstelle des Kirchenkreises Schwelm in Ennepetal seinen Dienst auf. Am 31. Juli 2020 geht er in den Ruhestand.

Schwelm/Ennepetal. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal in Ennepetal hängen bleibe“, erzählt Udo Hagemeier mit einem Schmunzeln im Gesicht - hatte es ihn doch nach der Schule erst einmal ins Schwabenland nach Esslingen verschlagen. „Eigentlich wollte ich auf die CVJM-Sekretärschule nach Kassel“, erzählt Hagemeier, der in Ennepetal-Altenvoerde aufgewachsen ist. „Der CVJM Altenvoerde und die Gemeinde haben mich stark geprägt. Die Jugendarbeit machte mir Spaß, deshalb wollte ich auch CVJM-Sekretär werden. In Esslingen habe ich dann das Vorpraktikum für Kassel gemacht.“

Aus verschiedenen Gründen landete Hagemeier schließlich nicht in Kassel, sondern an der Fachhochschule in Düsseldorf, wo er bis 1983 Soziale Arbeit studiert hat. Sein Anerkennungsjahr absolvierte er zum einen im Diakonischen Werk und anschließend in der Bewährungshilfe. Nach dem Anerkennungsjahr war Hagemeier dann noch zwei Jahre bis 1987 im Bewährungshilfeverein Wuppertal tätig, wo er u.a. soziale Trainingskurse angeboten hat. „Die Arbeitszeiten im Bewährungshilfeverein waren nicht sehr familienfreundlich“, erklärt Hagemeier. „Ich habe dann in der UK eine Stellenanzeige des Kirchenkreises Schwelm für die Beratungsstelle gelesen und mich beworben.“

Dienstbeginn mit 39° Fieber

Am 1. Oktober 1987 trat Udo Hagemeier dann seinen Dienst in der Beratungsstelle des Kirchenkreises, die sich damals noch in der Kirchstraße in Ennepetal befand, mit 39° Fieber an. „Ich habe gedacht, ich kann mich ja nicht direkt am ersten Tag krankmelden.“ Diese Anekdote zeigt, wie sehr Udo Hagemeier mit seiner Arbeit verbunden war und ist.

„Eigentlich habe ich in allen Bereichen unseres Beratungszentrums gearbeitet“, erzählt Hagemeier, der von 1988 bis 1992 in Marburg berufsbegleitend noch eine Ausbildung als Familientherapeut absolviert hat. „Selbst in der Schwangerschaftskonfliktberatung habe ich mitgearbeitet“, erinnert sich Hagemeier. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit im Ev. Beratungszentrum, wie die Einrichtung heute heißt, war die Trennungs- und Scheidungsarbeit. So hat er 16 Jahre lang regelmäßig Gruppen für Scheidungskinder angeboten und durchgeführt. „Das war sicherlich ein Highlight meiner Arbeit.“

Dienstältester Mitarbeiter des Beratungszentrums

Mit Udo Hagemeier geht der dienstälteste Mitarbeiter des Beratungszentrums in Rente. „Eigentlich hatte ich vor, mich am 30.7. mit einer kleinen Feier von meinen früheren und jetzigen Kolleginnen und Kollegen zu verabschieden. Mal sehen, ob das aufgrund der Corona-Pandemie möglich ist,“ erzählt Udo Hagemeier.

Dass ihm als Rentner langweilig werden könnte, glaubt Hagemeier nicht. „Erst einmal möchte ich bis November das grüne Band erwandern.“ (Das grüne Band ist der ehemalige Grenzstreifen zwischen der Bundesrepublik und der DDR – Anmerk. d. Red.) Anschließend will er sich wieder verstärkt ehrenamtlich engagieren und viel reisen. „Außerdem haben wir einen großen Garten. Da gibt es immer etwas zu tun.“

Auf jeden Fall wird er weiter Posaune im Posaunenchor Altenvoerde blasen. (HB)